Bibliografie

2019

Ulrich Busch

Über Postdemokratie und kulturelle Kolonialisierung

Yana Milev, Künstlerin, Kulturphilosophin, Soziologin, Ethnografin und Publizistin aus Leipzig, forscht und lehrt an der Universität St. Gallen auf dem Gebiet der Kultursoziologie. Seit 2017 leitet sie ein vielversprechendes Forschungsprojekt mit dem Titel: „Entkoppelte Gesellschaft. Liberalisierung und Widerstand in Ostdeutschland seit 1989/90. Ein soziologisches Laboratorium“. Im Rahmen dieses ehrgeizigen Unternehmens werden die Verwerfungen in Gesellschaft, Recht, Wirtschaft und Kultur in der Ex-DDR beleuchtet. Die Publikation ist auf mindestens sechs Bände, die 2019 und 2020 erscheinen werden, angelegt. Das vorliegende Buch ist als „Seitenstück“ dazu zu verstehen. Es enthält einen flott geschriebenen Essay über den Verfall der Demokratie, den Übergang zur Postdemokratie, die Erfolge des Neoliberalismus und den sich überall in der Welt ausbreitenden Populismus.

2019

Angelika Richter

Das Gesetz der Szene

Genderkritik, Performance Art und zweite Öffentlichkeit in der späten DDR

Das neue Buch der Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin Angelika Richter „Das Gesetz der Szene. Genderkritik, Performance Art und zweite Öffentlichkeit“, bei transcript erschienen, thematisiert in Kapitel 3.5. unter dem Titel „Techniken des Selbst. Das System Aobbme von Yana Milev“ das künstlerische Werk von Yana Milev. Die Würdigung u.a. der künstlerischen Arbeit von Yana Milev schafft vor allem 30 Jahre nach der «Vereinigung» eine neue Perspektive auf weibliche Opposition in der späten DDR. Zudem kontextualisiert diese Perspektive die Lesart zu Milevs aktueller Forschung „Entkoppelte Gesellschaft“ radikal neu.