2018

Entkoppelte Gesellschaft - Ostdeutschland seit 1989/90. Anschluss, Einleitung: Was dann, wenn nicht „Wiedervereinigung“?

Erscheinen: Herbst 2018

Der Band „Anschluss“ widerlegt den Mythos von der „friedlichen Revolution“ und von der „Wiedervereinigung“ dessen, was zusammengehört und geht der These nach, dass Liberalisierung die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln ist. Der Band belegt die zeithistorischen Zusammenhänge für den koordinierten Staatsanschluss der DDR an die BRD und zeigt auf, warum die basisdemokratische Reformbewegung 1990 scheitern musste.


2018

Exil" Entkoppelte Gesellschaft - Ostdeutschland seit 1989/90. Exil,

Einleitung: Wer sind die (Exil-)Ostdeutschen?

Erscheinen: Herbst 2018

Der Band «Exil» belegt den seit 1990 politisch und behördlich koordinierten Ausschluss von Ostdeutschen aus Karrieren und gesellschaftlicher Gleichstellung, ihre Herabsetzung als Mentalitäts- und Wertgemeinschaft. Dies hat in Millionen Biografien tiefe Spuren hinterlassen und sich als unausgesprochener Migrations- und Kulturkonflikt Ost-West verfestigt. Die kulturkolonialen Verwerfungen in Ostdeutschland  haben das kollektive Phänomen des Befremdens und des Exils im eigenen Land zur Folge.


2017

Die Abgehängten - Blinde Flecken in der Gesellschaft

Seit „Das Ende des Kommunismus“ auf 1989 festgeschrieben wurde, der Unrechtsstaat der Justiz übergeben, die Mehrheit seiner Bevölkerung dem „krassen sozialen Wandel“ ausgesetzt, inszenieren neue Meinungsforschungs- und Umfrageinstitute und regierungsnahe Behörden einen moralischen Erfolg der Wendemacher. In dieser Rechnung werden die Wendeverlierer über die nächsten 28 Jahre ausgeblendet, die Mehrheit der Ostdeutschen, die ab 1989 und nach 40 Jahren DDR mit Ereignissen konfrontiert wurden, auf die sie nicht vorbereitet waren - der neoliberalen Annexion, der Entkopplung von Arbeits- und Lebensräumen, der Vernichtung sozialer Bezugsrahmen. Die Erfolgsstory wird bis heute vom Westen geschrieben, von den Demokratiebringern. Der Ausschluss von etwa 8 bis 10 Millionen Betroffenen aus gesellschaftlicher Gleichstellung und politischer Partizipation ist bis heute ein gesellschaftliches Tabuthema. In Folge dessen muss ein Scheitern der „Demokratisierung in Ostdeutschland" angenommen werden.

 


2017

Wie war die DDR? Das Ende des unverbrauchten Seins

Der veröffentlichte Blick zeigt meist die westdeutsche Sicht – einen kolonialen Blick. Ein Forschungsprojekt widmet sich den „blinden Flecken“ der Wende sowie den „Abgehängten“ und macht sie mit Filmen von Jürgen Böttcher wieder sichtbar. 


2016

Prekärsein in der Symptomgesellschaft

Seit dem neuerdings nicht mehr nur der Staatsnotstand – wie in der politischen Moderne noch üblich –, sondern auch der Bankennotstand bzw. der Kapitalnotstand die Ursache für partielle oder totale Ausnahmezustände, für neue rechtsfreie Räume ist, haben sich die Geschäfte der Global Governance und daran anschließender Katastrophenmärkte etabliert. Die plötzliche Ausformung totalitärer Marktwillkür und in deren Folge Symptome gesellschaftlicher Entkopplung, entsprechen der typischen Dynamik neuer Kriege - den neuen Landnahmen. Hierbei nehmen Medien die Rolle von Kriegsakteuren ein.

 


2015

НОВОРОССИЯ: ПРОПАГАНДА ПЛЮС ШОК

В настоящее время Новороссия стала новым сюжетом, используемым против России для подкрепления старых пропагандистских схем и разъяснений (именно в этом духе) якобы логическое и преступное участие России в украин- ском конфликте. В западноевропейских СМИ Новороссия превращается в символ «вытянутой руки» В. Путина, про- тянутой к Европе. Например, в германской газете Die Zeit от 04 сентября 2014 г. картина была представлена как олицетворение демонической диктатуры В. Путина, наце- ленной на весь мир


2016

Gegenstimmen

"Meine Systemkritik endet nicht mit dem Ende der DDR, sondern sie bekommt mit der ‚Wende' einen neuen Auftrag! Der Reformwille in der DDR von 1989/90 mit dem Ziel eine basisdemokratische Verfassungslösung zu errichten, musste einem Anschluss weichen, dessen Konsequenz von Millionen Menschen Rechte und Werte beschädigt wurden. Der demokratische Liberalismus manifestiert sich als entfesseltes Projekt der neuen Landnahme und der Entkopplung von Lebens- und Arbeitsräumen. Dem gilt es sozialistische Alternativen entgegenzusetzen, wie von Rudolf Bahro vorschlagen. Die Kunst muss vor allem in Zeiten der Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche, in ihrer Unantastbarkeit als genuine Ressource geschützt werden. Deshalb bin ich 2003 aus dem Kunstmarkt ausgetreten.“ YM, 2016


2014

Rückkehr des Wendewissens

Mit Bernd Ulrichs Artikel „Wie Putin spaltet“ erscheint Anfang April ein weiterer Beitrag, welcher den anwachsenden Graben zwischen Lesermeinung und offizieller Medienmeinung im Fall der Krim- und Ukraine-Krise, öffentlich thematisiert. In seinem Artikel „Wie Putin spaltet“ benennt Bernd Ulrich die Spaltung zwischen aufgebrachter Menge, die sich gegen einen medialisierten Feindbildpropaganda-konsum zur Wehr setzt und den Medien selbst und geht der Frage nach, wie das in Deutschland...


2014

Casus Belli Ukraine - Vom Ausganng eines neuen Kalten Krieges

Mit dem Regierungsputsch in Kiew am 20.02.2014 und dem Amtsantritt der Swoboda-Partei, des Rechten Sektors und der Partei Vaterland hat ein neues Kapitel des weltweiten Ressourcenkrieges begonnen.


2011

Emergency Design. 

Anthropotechniken des Überlebens

 


2018

„Umbau“ Entkoppelte Gesellschaft - Ostdeutschland seit 1989/90. Umbau,

Einleitung: Wie defekt ist(eigentlich) die rechtsstaatliche Demokratie?

Erscheinen: Herbst 2018

Der Band „Umbau“ belegt den Gesellschaftsumbau in Ostdeutschland ab 1990 als eine bis heute anhaltende neoliberale Schockstrategie. Neue Rechtsinstrumente wie Einigungsvertrag, Treuhandgesetz, Rundfunkstaatsvertrag oder die Wirtschaft-Währungs- und Sozialunion (WWSU), legalisieren die Enteignung einer ganzen Bevölkerung und die Übernahme ihres Vermögens. Die prekären sozialen Folgen wurden ab 2003 mit den Hartz-Reformen instrumentalisiert. 


2018

The Suspended - Blind spots in society. Social mobility and political psychology of devaluation in East

Germany since 1989

“Do you know someone who has been left behind?” was the FAZ headline on 26.2.2017. Next to it was a photograph of a horde of seedy-looking white men, framed as anthropological specimens: as primitives and illiterates, all with facial expressions that promised a willingness to be violent.


2017

Zukunft der Demokratie

Vor allem im Osten Deutschlands machen Protest wieder sichtbar, dass die „Wende“ 1989 keineswegs nur zu Gewinnern geführt hat. Auf vier Jahrzehnte DDR-Diktatur folgte ein Gesellschaftsumbruch in der Regie von westlichen Demokratiebringern, auf den die Mehrheit der Ostdeutschen so nicht vorbereitet war. In ihrem Beitrag wirft Yana Milev ein Licht auf die „Abgehängten“ des Investment- und Transferprojektes „Aufschwung Ost", die sich als Gestrandete und Fremde im eigenen Land fühlen - und sie entwickelt einen Zukunftsentwurf für eine partizipative Demokratie.

 


2017

Vom Frieden des unverbrauchten Seins - und seinem Ende. Erinnerungskulturelle Rekonstruktion von Lebenswelten in der DDR anhand der Filme des Dokumentarfilmregisseurs Jürgen Böttcher

Das besondere Verdienst am filmischen Werk Jürgen Böttchers besteht darin, dass er wie kaum ein Anderer ein umfassendes Zeugnis mit über vier Dutzend Filmen jener Zeit den Überlebenden der Wende und der nächsten Generationen zur Verfügung stellt. «Erinnern bedeutet Sinnstiftung», so Alaida Assmann in ihrem Aufsatz «Zur Metaphorik der Erinnerung». Die Filme Böttchers sind mnemotechnische Rekonstruktionen eben jener sozialen Felder, die durch Abwicklung und Entwertung kolonisiert wurden. Er zeigt die Menschen, bevor sie mit 1989 zu Abgehängten des deutsch-deutschen Projektes wurden.


2017

Die Abgehängten: Blinde Flecken der Gesellschaft

Die zentrale Frage der Demokratie lautet immer noch: Dürfen die Ausgeschlossenen sprechen? Soziale Mobilität und politische Psychologie der Entwertung, Herabsetzung und Verdrängung  im Osten Deutschlands seit 1989/90.

 


2017

Es wird Zeit die Demokratie zu demokratisieren. Vortragstext, Demokratie ohne Echoortung, Ev. Akademie Trutzigen, 26.-28.5. 2017

 Neoliberalisierung und Globalisierung prosperierten unter dem Brand „Demokratisierung“ und feierten ab den 1990ern einen geopolitischen Siegeszug. Dieser ging auch als Ära der Creative Economy in die jüngere Geschichte ein. Linke Entertainer wie Slavoj Zizek gaben der trügerischen Kreativ-Prosperität ihre Legitimität, denn die s.g. Demokratisierung war nur ein Politdesign. Yana Milev entwirft einen Abriss über das Demokratieversagen der letzten 8 Jahre und gleichzeitig ein Plädoyer für eine geopolitische Wende, die mit dem Amtsantritt des 45. Präsidenten der USA, wahrzunehmen ist.


2016

Europa im freien Fall

Als im Februar 1992 in Maastricht der Vertrag über die Europäische Union unterzeichnet wurde, glaubten die Optimisten noch an das Gründungsereignis eines europäischen Gegen-Empire zum amerikanischen Empire. Die letzten beiden Dekaden haben jedoch nicht dazu beigetragen, dass sich Europa im Verbund der EU souverän von der US-Vormacht absetzt, sondern ganz im Gegenteil. Wie die Ereignisse spätestens seit der Ukraine-Krise deutlich machen, haben sich alte ideologische Lager neu verhärtet. In diesem Spannungsfeld ist die Idee von einem Europa als (neue)Macht in der Mitte in Gefahr, wenn nicht sogar in Auflösung begriffen.


2016

The Transformation of Design in the Mirror of an expanded concept of ‚Design‘

It is striking how much appreciation design currently receives. It is a phenomenon of our time; whether it be in its increased visibility in all kinds of media, the growing number of visitors to Dutch Design Week in Eindhoven, or the trust in the creative industry as a driver of innovation, making it a leading sector of the Dutch economy. Consequently, there are more lectures and debates about and organised by designers, Dezeen – the prominent eye-candy design webzine – was launched and last year published its first critical essay, manifestos are again being formulated, and (Dutch) critics from various schools of thought fundamentally disagree about the sense and nonsense of design: all illustrations of an emancipated and grown-up discipline. 


2014

Designsoziologie

Eine Designsoziologie untersucht die narrativen Oberflächen der „Demokratie", des „Fortschritt" und der „Freiheit" als Strategien der Tarnung neuer Kriege und der Inszenierung falscher Feinde. Eine Designsoziologie analysiert den Doppelcharakter der Global Governance - die Rolle von Medien, Parteien, Regierungen, Behörden, Instituten, Universitäten, Lobbys und Think Tanks. Eine Designsoziologie untersucht die Invention von Demokratiemärkten wie Massen-Fluchten, -Protesten, -Tourismus, -Konsumismus, die reproduktiven Modi der neuen Landnahme und auf der anderen Seite die Cover der politische Mythenbildung, Narration und Rhetorik.


2013

Design Anthropology

Will man die Zeichen der Zeit verstehen, ist man dazu aufgefordert, die Wissenschaft von den Zeichen neu zu denken.

Das von Yana Milev entwickelte Handbuch zur  Design Anthropology begründet ein gesellschaftliches und anthropologisches Designhandeln in den Epistemen Segno, Mythus und Techné.


2009

Emergency Empire — Transformation des Ausnahmezustands

Das Inkrafttreten eines nationalen oder supranationalen Ausnahmezustands heißt nicht selten, dass die Grundrechte von Menschen, wie auch die Bürgerrechte des Rechtssubjekts, durch Regierungserlasse eingeschränkt oder (vorübergehend) außer Kraft gesetzt werden können. Hierbei können u.a. Wirtschaftsfreiheit, Pressefreiheit, Postgeheimnis und Schutz der Wohnung betroffen sein. Staaten und Regierungen sind nicht verlegen, sich im Ausnahmefall auf ihr quasi naturgegebenes Recht (inherent right) der Selbstverteidigung zu berufen und in Folge dessen genuin naturrechtlich begründete Menschrechte zu suspendieren und zu annullieren.