Forschung

Forschungsprogramm unter der Leitung von PD Dr. Yana Milev

Entkoppelte Gesellschaft. Liberalisierung und Widerstand in Ostdeutschland seit 1989/90 -  Ein soziologisches Laboratorium

Start: Oktober 2017

Forschungsprojekt ZHdK Zürich:

Entkoppelte Gesellschaft. Zeugnisse des sozialen und kulturellen Verschwindens in Ostdeutschland seit 1989/90

Start: Oktober 2017

Edition Peter Lang-Internationaler Verlag der Wissenschaften:

Entkoppelte Gesellschaft. Liberalisierung und Widerstand in Ostdeutschland seit 1989/90

Veröffentlichung der Bände zwischen Herbst 2018 und Herbst 2019

Forschungsprogramm und publizistisches Projekt

Initiatorin, Herausgeberin: PD Dr. Yana Milev

 

Gefördert von:

Seminar für Soziologie der Universität St. Gallen

Institute for Cultural Studies in the Arts der Züricher Hochschule der Künste

Sächsische Staatsministerin für Integration und Gleichstellung

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V.

 

Fachbeirat:

Prof. Dr. Franz Schultheis, SfS, Universität St. Gallen

Prof. Dr. Sigrid Schade, ICS, Züricher Hochschule der Künste

Philipp Beckert, NUXN Photos. Plattform für Fotografie und visuelle Soziologie

Dr. Marlene Heidel, Forum Kunstarchiv Beeskow

Dr. Seth Howes, University of Missouri

 

Das Forschungsprogramm „Entkoppelte Gesellschaft. Liberalisierung und Widerstand in Ostdeutschland seit 1989/90. Ein soziologisches Laboratorium“ wird als Forschungsreihe vom Peter Lang Wissenschaftsverlag Berlin publiziert.

 

Seit das Ende des Kommunismus auf 1990 festgeschrieben und der Unrechtsstaat DDR der Justiz übergeben wurde, inszenieren neue Institutionen, Stiftungen und Behörden auf Bundesebene den ökonomischen, kulturellen und moralischen Erfolg des Rechtsstaats. Dabei wird die Mehrheit der Neubürger mit Schockereignissen des krassen sozialen Wandels und der gesellschaftlichen Stigmatisierung konfrontiert. Konzepte wie „Transformation“, „Modernisierung“, „Demokratisierung“ treten als Euphemismen auf, die über eine neoliberale Annexion des Ostens hinwegtäuschen. Das Investmentprojekt „Aufschwung Ost“ ist ein Laborfall der Globalisierung. Über eine Aufarbeitung der DDR im Totalitarismus- und Diktaturenvergleich hinaus ist eine Soziologie der Landnahme, des Gesellschaftsumbaus und des strukturellen Kolonialismus in Ostdeutschland längst überfällig. Das Forschungsprogramm "Entkoppelte Gesellschaft. Liberalisierung und Widerstand in Ostdeutschland seit 1989/90. Ein soziologisches Laboratorium" will im dreißigsten Jahr der „Einheit“ diesem Thema mit einer mehrbändigen Publikation Rechnung tragen.

 

Yana Milev, August 2018